AStA begrüßt öffentliche Debatte über Lehramtsausbildung

von Marc Strauch

Der AStA der Universität des Saarlandes begrüßt die durch Bildungsminister Commerçon ausgelöste öffentliche Debatte über die Lehramtsausbildung.

Grundsätzlich unterstützt der AStA die Richtung, die der Minister einschlagen möchte, allerdings sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass es für einen stärkeren Praxisbezug bereits 2007 eine Reform in diese Richtung gab. „Fraglich ist zudem, ob es für eine fundierte Berufswahl sinnvoll ist, Abiturienten und Abiturientinnen ohne pädagogische Vorkenntnisse im Alter von 17 bis 18 in Schulen zu schicken“, so Sven Clement, AStA-Vorsitzender.

Der AStA fordert daher im Zuge der Debatte auch über andere Verbesserungen beim Lehramtsstudium zu diskutieren. „Eine große Baustelle sehen wir hier im Bezug auf die Stellung der Fachdidaktik im Studium. Immer wieder werden hier Wünsche der Studierenden an uns herangetragen, die eine stärkere Gewichtung auf diesem Gebiet fordern“, erklärt Marc Strauch, ebenfalls AStA-Vorsitzender. „Wenn man über gut qualifizierte Lehrkräfte spricht, gehört dazu auch ihnen neben dem Wissen in ihren gewählten Fächern das Handwerkszeug für dessen Vermittlung beizubringen. Auch dies kann die vom Bildungsminister zu Recht angesprochene Überforderung in den ersten Wochen im Beruf mindern.“

Die Studierendenvertreter fordern daher die Staatskanzlei und das Bildungsministerium auf bei einer solchen Reform Hand in Hand mit der Universität zu agieren. „Die Ausbildung derer, die später die nächste Generation unterrichten werden, sollte ein hohes Anliegen aller Akteure sein, daher sollten dabei auch alle an einem Strang ziehen, statt alte Stereotypen zu reproduzieren“, so Marcel Mucker, stellvertretender AStA-Vorsitzender, abschliessend.

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