AStA kritisiert andauernde Unklarheit bezüglich Wohnheim D

von Marc Strauch

Der AStA der Universität des Saarlandes kritisiert die andauernde Unklarheit bezüglich der Finanzierung einer Kernsanierung des Wohnheim D.

Bereits im Februar diesen Jahres wurde im Zuge der Räumungsankündigung im Verwaltungsrat des Studentenwerks erstmals über mögliche Finanzierungsmodelle für eine schnellstmögliche Sanierung des Wohnheims gesprochen und das zuständige Ministerium gebeten, diese auf Machbarkeit zu überprüfen. Dies ist bis heute nicht geschehen. Die momentan im Raum stehende Möglichkeit einer Kreditaufnahme durch das Studentenwerk gesichert durch eine Bürgschaft der Universität lehnt der AStA ab.

„Für das Studentenwerk ist eine solche Kreditsumme von bis zu 8 Millionen Euro unserer Meinung nach nicht allein zu schultern. Da hier ein Kapitaldienst in nicht unerheblicher Höhe zu bedienen wäre, würde dies nach unseren Berechnungen zu einer unzumutbaren Verteuerung der Miete um circa 100 Prozent führen. Dies ist für Studierende finanziell nicht darstellbar“, so Marc Strauch, Vorsitzender des AStA.

Der AStA würde vielmehr eine finanzielle Beteiligung des Landes begrüßen und hält diese auch für geboten. „Das Saarland profitiert sehr von der Internationalität seiner Universität. Gerade die ausländischen Studierenden würde eine solche Mieterhöhung aber besonders stark treffen. Deshalb fordern wir das Land auf, sich nicht aus seiner auch finanziellen Verantwortung zu stehlen“, ergänzt Sven Clement, ebenfalls AStA-Vorsitzender.

Da das Saarland selbst mit Wohnheim D weit unter dem Bundesschnitt an verfügbaren Wohnheimplätzen von 12 % liegt, schmerzt der Wegfall von 260 Wohneinheiten sehr und ist an allen Ecken und Enden spürbar. „Ohne Wohnheim D stehen uns nur noch für 4% der rund 18.000 Studierenden der Universität Plätze zur Verfügung. Vergleichbare Universitäten haben hier teils das Doppelte oder Dreifache zur Verfügung“, erklärt Clement die Situation.

Die momentan diskutierten Ideen zur zusätzlichen Schaffung studentischen Wohnraums begrüßt der AStA ausdrücklich. „Allerdings darf dies nicht so unkoordiniert zwischen Land und Städten geschehen, wie wir gerade am Beispiel St. Ingberts sehen. Dort soll nun ein eventuell geeignetes Objekt zu Probenräumen umgebaut werden, statt dringend benötigten Wohnraum zu schaffen“, so Marcel Mucker, stellvertretender AStA-Vorsitzender.

„Wir erwarten hier ein deutlich besseres Zusammenspiel aller Akteure, da die Lage durch weiter steigende Studierenenzahlen immer prekärer wird. Alle angedachten Schaffungen von neuem studentischen Wohnraums werden von uns gern konstruktiv begleitet und unterstützt, allerdings kann dies alles nur als zusätzliches Angebot verstanden und muss losgelöst von einer dringenden Kernsanierung von Wohnheim D diskutiert werden“, so Strauch abschließend.

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