AStA: Land verweigert sich der Realität

von Charlotte Dahlem

Bei der gestrigen Sitzung des Wissenschaftsausschusses im Landtag des Saarlandes wurde klar, dass die Landesregierung kein Interesse daran hat, die Probleme der Studierenden ernst zu nehmen. "Die
Landesregierung verweigert sich der Realität", konstatierte die AStA- Vorsitzende Charlotte Dahlem.
Statt sich hinter selbst zusammengeklaubten Zahlen zu verstecken, solle die Landesregierung lieber mit Betroffenen reden. "Studierende, die WG-Zimmer inserieren, erhalten binnen zwei Stunden über 40 Nachfragen, aber das taucht in der Statistik der Landesregierung erst gar nicht auf."
Die Beauftragte der Ministerpräsidentin Reichrath hatte eine verhaltene Nachfrage bei der Siedlungsgesellschaft und der WOGE Saar angeführt. Die bereits weit über 600 Studierenden auf der Warteliste des Studentenwerks hatte sie im Ausschuss damit abgetan, dass dabei wohl auch Studierende seien, die ihre Wohnsituation verbessern wollten. "Frau Reichrath erinnerte mich an Pippi Langstrumpf, die sich die Welt macht, wie sie ihr gefällt", ergänzte Daniel Braun, stellvertretender AStA-Vorsitzender. "Mit wagen Zusagen der Wohnungsgesellschaften glaubt sie die massiven Wohnungsprobleme der Studierenden lösen und das Wohnheim D aufs Abstellgleis schieben zu können", so Braun weiter.
"Dass die zuständige Wissenschaftsminiterin, Frau Annegret Kramp- Karrenbauer, es noch nicht mal für nötig hält, sich zur Wohnungsnot der Studierenden zu äußern, zeigt erneut die Fehlbesetzung dieses Ministeriums. Das Saarland darf es sich nicht länger leisten, Universität und Studierende stiefmütterlich zu behandeln", so Sven Clement,
ebenfalls stellvertretender AStA-Vorsitzender, abschließend.

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