AStA lehnt Mensazuschusskürzung entschieden ab

von Marc Strauch

Der AStA der Universität des Saarlandes lehnt die von der Staatskanzlei in die Öffentlichkeit getragene Kürzung der Mensazuschüsse um 1 Million Euro entschieden ab. Eine solche Kürzung würde unweigerlich zu einer zusätzlichen finanziellen Belastung für die Studierenden an der Universität führen.

Den Behauptungen, die Studierenden der UdS würden unterdurchschnittlich wenig für ihr Essen zahlen, widerspricht der AStA vehement. So zahlen die Studierenden ähnlich wie an der Universität Mainz 2,20€ für ein Komplettmenü. Auch der Beitrag zum Studentenwerk ist hier auf einem ähnlichen Niveau angesiedelt. Für Einzelgerichte werden zwischen 1,50€ und knapp 4€ fällig. Die Preise an der von der Staatskanzlei angeführten TU Kaiserslautern und der Universität Trier sind auf gleichem Niveau.

„Hier wird mit Halbwahrheiten und purem Unwissen versucht zu suggerieren, die Studierenden könnten ruhig ein bisschen mehr bezahlen, da das Essen ohnehin zu günstig sei. Dass hier zusätzlich noch die Grundschüler von Seiten der Staatskanzlei ins Feld geführt werden, die ihr Essen sicher nicht mehrheitlich selbst finanzieren, ist der Gipfel der Polemik“, so Marc Strauch, Vorsitzender des AStA.

Auch die Darstellung in den Medien, der Wegfall der Zuschüsse sei allein durch Preiserhöhungen für Gäste oder Mitarbeiter der Universität zu refinanzieren, verweist der AStA ins Reich der Fabeln. „Wenn man betrachtet, dass in der Mensa jährlich rund 1.000.000 Essen verkauft werden und davon knapp 20% auf die Gäste und Bediensteten der Universität entfallen, müsste man deren Essenspreise um geschlagene 5€ erhöhen, um den Wegfall der Zuschüsse zu kompensieren. Dies erscheint uns nicht nur wirtschaftlich unsinnig, sondern auch nicht praktikabel“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des AStA, Marcel Mucker. Laut Mucker und Strauch würde also der Löwenanteil an den Studierenden hängen bleiben. So müsste bei einem Wegfall des Zuschusses der Sozialbeitrag um mindestens 30€ angehoben werden. „Hier gleichzeitig auch noch die Studiengebühren-Kompensationsmittel aufrechnen zu wollen, mutet für uns stark wie ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen an, da diese Mittel nichts mit dem Zuschuss für das Studentenwerk zu tun haben“, so Mucker weiter.

„Leider ist dies wohl der neue Trend aus der Staatskanzlei. Es wird vom Studentenwerk immer mehr Leistung gefordert, wie beispielsweise die zusätzliche Betreuung der Hochschule für Technik und Wirtschaft und gleichzeitig sollen Zuschüsse um die Hälfte gekürzt werden. Man kann das Studentenwerk und die Studierenden nicht immer stärker finanziell belasten und sich einfach aus der Verantwortung stehlen. Das Studentenwerk übernimmt hier, ähnlich wie beim Betreiben von Wohnheimen, Aufgaben im Auftrag des Landes. Wir Studierende fordern hier nachdrücklich das Land auf diesen Aufgaben auch finanziell nachzukommen, auch wenn Frau Reichrath bezüglich des Sozialbeitrags noch „Luft nach oben“ sieht“, so Strauch abschließend.

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