AStA startet Postkartenaktion gegen geplante Mensazuschusskürzung

von Marc Strauch

Aufgrund der geplanten Mensazuschusskürzung durch die Staatskanzlei hat der AStA eine Postkartenaktion gestartet. Durch die Postkarten können Studierende, Mitarbeiter und Gäste der Universität und des Studentenwerks die Ministerpräsidentin als zuständige Ministerin auffordern, die geplante Kürzung zurückzunehmen.

Die Karten werden seit letzter Woche auf den Campi Saarbrücken und Homburg vor den Mensen verteilt und werden, nachdem sie unterschrieben sind, gesammelt. Innerhalb der ersten Woche konnten so bereits mehr als 2.000 Postkarten gesammelt werden.

„Die enorme Resonanz der Studierenden zeigt, wie wichtig die Zuschüsse sind. Für viele Studierende würde eine Preiserhöhung um mehr als einen Euro eine so starke finanzielle Mehrbelastung bedeuten, dass sie nicht mehr regelmäßig in die Mensa gehen und alternativ auf mitgebrachtes Essen ausweichen würden“, so Sven Clement, AStA-Vorsitzender.

„Gerade für eine Campus-Uni wie die Universität des Saarlandes ist ein gutes und günstiges Mensaangebot elementar, da die Studierenden nicht die zeitliche Möglichkeit haben, beispielsweise in der Stadt zu essen. Die Zuschüsse sind daher eine infrastrukturelle Unterstützung, da das Studentenwerk hier eine originäre Aufgabe des Landes wahrnimmt“, erklärt Marc Strauch, ebenfalls AStA-Vorsitzender.

Der AStA befürchtet durch den geplanten Wegfall der Zuschüsse neben der finanziellen Belastung für die Studierenden ebenfalls eine drohende finanzielle Schieflage des Studentenwerks.

„Da Landeshaushalt und Beitragsjahr des Studentenwerks nicht synchron sind, kann das Studentenwerk auf eine Kürzung überhaupt erst zum Sommersemester reagieren. Dies würde automatisch zu Unterdeckung in den ersten drei Monaten führen, die nicht mehr zu kompensieren wäre“, so Strauch weiter.

Der AStA findet vor allem die Argumentation der Staatskanzlei für die Kürzung fadenscheinig. „Aus dem Kommentar im Haushaltsentwurf geht explizit hervor, dass hier nicht aufgrund der Schuldenbremse gespart werden soll. Dass hier mal wieder zu Lasten derer gespart werden soll, die nicht viel haben, zeigt wie ernst es die Ministerin mit Bildungsinvestitionen nimmt, denn dieser Zuschuss ist unschätzbar wichtig für die Attraktivität des Studienstandortes,“ so Marcel Mucker, stellvertretender Vorsitzender des AStA.

Die Postkarten können in den nächsten Wochen noch vor den Mensen und direkt im AStA unterschrieben werden.



Zurück