AStA verurteilt Videoaufzeichnungen während Klausuren als nicht hinnehmbar

von Marc Strauch

Der AStA der Universität des Saarlandes verurteilt Videoaufzeichnungen während Klausuren als nicht hinnehmbar!

Am Montag war es während einer Klausur im Fach Informatik 20 Minuten lang zu Videoaufzeichnungen seitens des Lehrstuhls gekommen. Dadurch sollten Täuschungsversuche verhindert werden.

Die Maßnahme ist ein extremer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Studierenden und darüber hinaus eine bodenlose Frechheit! Studierenden derart unter Generalverdacht zu stellen, ist von unsere Seite aus nicht zu tolerieren“, erklärt der AStA-Vorsitzende Marc Strauch. „Wenn sich der Dozent Sorgen macht, dass gespickt werden könnte, gibt es dagegen ein wirksames Mittel, nämlich in der Vorlesung so viel Wissen zu vermitteln, dass die Studierenden gar nicht erst in Versuchung kommen.“

Der AStA ist darüber hinaus besonders empört, da es mit dem betreffenden Professor bereits früher zu einem derartigen Vorfall gekommen war.

Damals wurde er bereits darauf hingewiesen, dass Videoaufzeichnungen nicht toleriert werden. Leider hat sich scheinbar kein Lerneffekt eingestellt“, berichtet Sven Clement, ebenfalls AStA-Vorsitzender. „Daher fordern wir eine öffentliche Entschuldigung für dieses wiederholte Fehlverhalten.“

Von Seiten des AStA werden nun weitere Maßnahmen ergriffen. Man unterstützt das Vorgehen der Universitätsleitung, nochmals alle Lehrenden schriftlich auf die Unzulässigkeit von Videoaufnahmen hinzuweisen. Allerdings wird der AStA parallel dazu auch ein Gespräch mit dem zuständigen Studiendekan und dem betroffenen Professor suchen, um dem eigenen Standpunkt Nachdruck zu verleihen.

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