Neu gegründete Arbeitsgemeinschaft fordert landesweit geltendes Semesterticket. Umfrage für über 120.000 Studierende geplant.

von Charlotte Dahlem

Gemeinsame Pressemitteilung: AStA Uni Mainz, AStA Universität des Saarlands, AStA FTSK Germersheim AStA Uni Landau, AStA TU Kaiserslautern, AStA Uni Koblenz, AStA Uni Trier, SKH Mainz, AStA HS Mainz, AStA HS Trier Standort Birkenfeld, AStA HS Koblenz
Neu gegründete Arbeitsgemeinschaft fordert landesweit geltendes Semesterticket.
Umfrage für über 120.000 Studierende geplant.
Vertreter*innen der Allgemeinen Studierendenausschüsse aller Hochschulen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland trafen sich am 21.11.2014 in den Räumlichkeiten des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz  und gründeten die AG RLP/Saarland-Ticket.
Jascha Scholer (Verkehrsreferent des AStA der JGU Mainz) beschreibt das Anliegen der Arbeitsgruppe: „Mobilität ist selbstverständlich geworden. Ein Studium bringt häufig einen Wohnortswechsel mit sich. Praktika, Uni-Recherchen, der Nebenjob, oder der Besuch von Freund*innen und Familie sind für ein Studium notwendig und unabdingbar. Gleichzeitig ist Mobilität kostspielig und nicht alle Studierende können sich die Preise der Deutschen Bahn leisten. Ein erweitertes Semesterticket könnte hier Abhilfe schaffen. In Nordrhein-Westfalen etwa gibt es seit nunmehr einem Jahrzehnt ein Ticket, dass das gesamte Landesgebiet erschließt! Das können wir auch im deutlich kleineren Gebiet Rheinland-Pfalz-Saarland erreichen.“
Die AG-RLP-Saarland-Ticket ist nicht die erste Initiative dieser Art. Vertreter*innen der Verfassten Studierendenschaften in Koblenz, Saarbrücken und Mainz hatten schon einmal, mit Unterstützung der Landesregierungen, den Versuch unternommen, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn ein landesweit geltendes Semesterticket für Studierende einzuführen.
Charlotte Dahlem (Vorsitzende des AStA der Universität des Saarlands) hierzu: „Wir fordern die Landesregierungen auf, uns Studierende bei möglichen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn zu unterstützen. Zahlreiche Studierende wohnen an der Grenze der beiden Bundesländer oder studieren an zwei Standorten. Diese sind zurzeit auf teure Anschlusstickets angewiesen.
Damit die Interessen der Studierenden beim Verhandlungsprozess berücksichtigt werden können, haben wir eine Umfrage zu diesem Thema auf den Weg gebracht. Über 120.000 Studierende in Rheinland-Pfalz und im Saarland sollen in den Prozess der Ticketgestaltung miteinbezogen werden und aktiv daran teilhaben können. Ein transparentes Vorgehen ist uns ein großes Anliegen.”
Im Januar 2015 wird die Umfrage starten, in der die Akzeptanz eines in Rheinland-Pfalz und dem Saarland geltenden Semestertickets ermittelt werden soll. Parallel dazu wird eine Petition von Studierenden starten, welche den Landesregierungen später übergeben werden soll.

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