Pressemitteilung des AStA zum Abschluss der Ziel- und Leistungsvereinbarungen IV 2016-2018

von test

Mit den am Dienstag unterzeichneten Ziel- und Leistungsvereinbarungen IV für die Jahre 2016-2018 zwischen Universität und Staatskanzlei wird deutlich, wie weit Erwartungen und Wirklichkeit zur Zukunft der Universität auseinanderliegen.

Ein besonders strittiger Punkt dürften die Erwartungen des Landes an die Studienanfängerzahlen sein. Diese sollen bis 2018 stabil gehalten werden. Gleichzeit wird gefordert, dass die Universität „[...] ihre Aktivitäten konzentrieren und ihre Größe so reduzieren [muss] [...]. Dieser Gegensatz dürfte eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre für die Universität werden und zeigt gleichzeitig wie weit Erwartungen und Wirklichkeit auseinanderliegen.

„Bei rückläufiger Finanzierung gleichbleibend viele Studierende zu betreuen, wirkt sich zwangsläufig negativ auf das Betreuungsverhältnis und damit die Qualität eines Studiums an der Saar Uni aus. Der gleichen Anzahl Studierenden stehen immer weniger Professoren und Mitarbeiter gegenüber“, sagt der stellvertretende AStA-Vorsitzende Moritz Plathe zu den Konsequenzen der Vereinbarung. Diese Entwicklung spiegelt sich bereits in der Vereinbarung wider, dass aus Kompensationsmitteln finanzierte Maßnahmen zukünftig in die Kapazitätsberechnung einfließen müssen. „Solche Vorgaben höhlen den ursprünglichen Gedanken von Kompensationsmitteln aus. Nicht eine echte Aufstockung des Angebotes, sondern zusätzliche Angebote für zusätzliche Studierende werden finanziert. Die Auswirkungen der Sparmaßnahmen sollen kaschiert werden“, schätzt AStA-Vorsitzender Govinda Sicheneder die Entwicklungen ein.  

Neben vielen Punkten, die die Auswirkungen der Sparmaßnahmen deutlich machen, begrüßen die Studierenden die Fortführung des erleichterten Hochschulzugangs für Flüchtlinge, die in der Vereinbarung festgeschrieben wird. Diese Möglichkeit fördert die Integration der Geflüchteten in hohem Maße.

Auch die Anerkennung der aktuell kritischen Bausituation, sowie das Bekenntnis, den Sanierungsstau umgehend und strukturiert abzubauen kann sehr positiv gesehen werden. Abzuwarten bleibt jedoch, inwieweit erforderliche Sanierungsmaßnahmen tatsächlich umgesetzt werden.

Die Ziel- und Leistungsvereinbarungen können hier abgerufen werden.

 

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