Studierende lehnen Kooperationsmodell ab

von Govinda

Die Studierendenschaft lehnt das angedachte Kooperationmodell zwischen Studentenwerk im Saarland und der WOGE ab

In der heutigen Verwaltungsratssitzung des Studentenwerks im Saarland e.V. wurde beschlossen eine Kooperation mit der WOGE Saar im Bereich des studentischen Wohnens anzustreben
Dabei soll die WOGE die Wohnheime des Studentenwerks kaufen und diese dann wiederum an das Studentenwerk als "Generalmieter" vermieten.
Diese Zusammenarbeit wurde im Vorfeld intensiv diskutiert und hat sich für die Gesprächspartner als die schlechteste Lösung herausgestellt, da deren Vorstellungen zu weit auseinander lagen. Das vorgeschlagene Modell sieht vor, dass die Mietpreise in den ersten 3 Jahren nicht steigen.
"Die von der WOGE eingeforderten 6 Euro pro m2 werden bei gleich bleibenden Mieten jedoch nicht zu realisieren sein. Bereits die ersten Verhandlungsrunden zeigten, dass ohne eine massive Erhöhung der Mieten keine wirtschaftliche Lösung für beide Seiten gefunden werden kann. Der Beschluss des Verwaltungsrats, auch gegen den Willen des Vorstands des Studentenwerks, ist somit völlig unverständlich." so Govinda Sicheneder, AStA Vorsitzender.
 
Die Euphorie der Ministerpräsidentin und der Regierungsfraktionen ist vollkommen fehl am Platz. Der heutige Beschluss stellt nur den Beginn einer neuen Diskussionsrunde und damit einer weiteren Verzögerung der letztendlichen Entscheidung dar. Der heutige Beschluss ist ledeglich als Absichtserklärung zu verstehen, da ein genauer Kaufpreis sowie die Kooperationsvereinbarung noch nicht feststehen.
 
"Diese Richtungsentscheidung ist explizit gegen den Willen der Betroffenden gefällt worden. Im Vorfeld dieser Sitzung waren die Heimpräsidenten der Wohnheime zu einem informellen Gespräch geladen indem die verschiedenen Modelle präsentiert wurden. Die Heimpräsidenten haben sich explizit für den Verbleib der Wohnheime beim Studentenwerk ausgesprochen." so Christian Backes,Vorstandsmitglied des Studentenswerks. 
 
"Der heutige Beschluss kann daher auf keinen Fall als "die beste Lösung für alle" bezeichnet werden. Er ist letztendlich das Ergebnis dessen, dass Vertreter der Landesregierung mit allen Mitteln ihren persönlichen politischen Sieg über das Bedürfnis der betroffenen Studierenden durchgesetzt haben." so Govinda Sicheneder weiter. 
 
Für die Realisierung des Kooperationsmodell wäre, aus Sicht des AStA, eine Zuschussfinanzierung durch das Land von Nöten um die Wirtschaftlichkeit für beide Seiten zu gewährleisten. Dies wurde jedoch von der Ministerpräsidentin bereits ausgeschlossen. Der AStA fordert daher, dass die Umsetzbarkeit schnellstmöglich und neutral geprüft wird, um zeitnah die "wirklich beste Lösung" für die Studierenden zu finden.

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