Zuverdienst beim Kindergeld

Wenn Eltern für ihr Kind Kindergeld beziehen, wenn es bereits das 18. Lebensjahr vollendet hat, dann gelten hier Einkommensgrenzen:Zum Kindergeldanspruch der Eltern siehe §2, Abs. 2 KiGG

Die Zuverdienstgrenze berechnet sich wie folgt:

einkommensteuerfreies Grundeinkommen: jährlich 8004,-€ (Nettoeinkommen)
Hinzu kommt je nach Einkommensart noch gewisse Freibeträge und Freigrenzen (diese entsprechen dem Einkommensteuergesetz EStG). Hier die wichtigsten:

 

 Einkommen aus 
abhängiger Beschäftigung
(ArbeitnehmerIn)
Einkommen aus SelbständigkeitEinkommen aus Kapitalvermögen
Werbungskosten pauschal 920,-€ oder nachweisbare* nachweisbare bis zu 51,-€
Vorsorgekosten siehe § 10c EStG --- ---

Zu beachten ist, dass die Einkunftsarten nicht gegeneinander verrechnet werden dürfen. Sind also die Einkünfte aus selbständiger Arbeit insgesamt negativ, dürfen diese nicht vom Einkommen aus abhängiger Beschäftigung abgezogen werden.
Beim BAföG zählt der Teil, der als Zuschuss gezahlt wird (in der Regel die Hälfte), als Einkommen im Sinne des EStG!

*Bei Studierenden zählen zu den Werbungskosten bspw. der Anteil für das Semesterticket beim Sozialbeitrag (wird bei den Immatrikulationsunterlagen gesondert ausgewiesen), sämtliche Bücher, die für das Studium angeschafft wurden, Ausleihgebühren bei Bibliotheken und weitere, sodass am Ende eines Jahres mehr als 920,-€ rauskommen können. Wenn diese mit Quittungen u.ä. nachgewiesen werden können und anerkannt werden, dann sind die gesamten Werbungskosten von der Einkommensart abzuziehen.

Auch im Falle von keinem Einkommen ist es ratsam eine Steuererklärung abzugeben, da auch negatives Einkommen zu einem Verlustvortrag in der jeweiligen Einkommensart führen kann.