Verwaltungsgebühren

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Der 64. AStA der Universität des Saarlandes kritisiert die Prüfung einer Verwaltungsgebühr für Studierende
 
Das Präsidium der UdS prüft aufgrund der prekären Haushaltslage der Universität die Einführung von Verwaltungsgebühren für Studierende. Dass Verwaltungsgebühren als neue Einnahmequelle für die Hochschulen eingeführt werden können, sieht bereits der Koalitionsvertrag von CDU und SPD vor. Hierin heißt es: „Die Hochschulen müssen in der Lage sein, in stärkerem Umfang eigene Einnahmen auch durch Verwaltungskostenbeiträge zu generieren.“ 
 
Der 64. AStA lehnt die Einführung von Gebühren für das Studium konsequent ab. „Es darf nicht sein, dass eine fehlende Grundfinanzierung der Universität zulasten der Studierenden geht“, so Katharina Waller. Die Prüfung einer Verwaltungsgebühr führt zu Unsicherheit auf dem Campus. „Es ist für Studierende und Studieninteressierte nicht absehbar, ob in naher Zukunft eine weitere finanzielle Belastung auf sie zukommt oder nicht“ so Benedict-Julian Weber. Gerade mit Hinblick auf die sinkenden Studierendenzahlen an der Universität ist eine Verwaltungsgebühr das falsche Signal für potenzielle Studierende.
 
Die Vorsitzenden des 64. AStA mahnen an, dass Gebühren für das Studium den gleichberechtigten Zugang zur Bildung erschweren und somit konsequent abgelehnt werden müssen. "Im Leitbild der Universität heißt es: „Chancengleichheit und Gleichstellung sind dabei zugleich zentrales Anliegen und handlungsleitendes Prinzip für die Zukunft.“
„Wenn das Einkommen der Eltern die Ausbildung der Kinder beeinflusst, kann von Chancengleichheit keine Rede mehr sein. Die Universität würde bei einer Einführung von Verwaltungsgebühren gegen ihre eigenen Prinzipien verstoßen“, so die Vorsitzenden.
 
Kritisch sehen die Vorsitzenden darüber hinaus den tatsächlichen finanziellen Mehrwert. Es ist zwingend notwendig, dass die Verwaltungsgebühren zurückerstattet werden können, wenn ein Studierender sich beispielweise beurlauben lässt. Auch muss gewährleistet werden, dass Härtefallanträge von Studierenden möglich sind. Der daraus resultierende Verwaltungsaufwand verursacht Kosten, die die eingezogenen Gebühren nicht unerheblich minimieren.  „Es handelt sich bei den geplanten Mehreinnahmen um einen Tropfen auf den heißen Stein, belastet die Studierenden aber erheblich“, kritisieren Katharina Waller und Benedict-Julian Weber. 
 
 Die Vorsitzenden des 64. AStA der Universität des Saarlandes fordern sowohl das Präsidium als auch das Land auf, sich an den Verhandlungstisch zu setzten und eine Lösung zu finden, die die Studierenden nicht belastet.