Der 64. AStA der UdS ruft zum Protest gegen Gebühren für das Studium auf!

von Benedict Weber

Der 64. AStA der UdS ruft zum Protest gegen Gebühren für das Studium auf!

 

Demonstration gegen Gebühren für das Studium: 13.12.17, 13 Uhr am Campus Center

 

Der Saarländische Landtag hat die Entscheidung über die Einführung der Verwaltungsgebühr durch die Einführung des §16a Verwaltungskostenbeitrag im Saarländischen Hochschulgebührengesetz an den Senat der Universität des Saarlandes weitergereicht. „Dass CDU und SPD weiteren Gebühren zugestimmt haben, macht deutlich, dass Ihnen weder der gleichberechtigte Zugang zur Bildung, noch ein starker Hochschulstandort im Saarland wichtig ist“, so die Vorsitzenden des 64. AStA. Die Universität hat jetzt nicht nur die Möglichkeit, Lang- und Zweitstudiengebühren einzuführen, sondern auch einen Verwaltungskostenbeitrag zu erheben. „Das Studierendenparlament, der AStA sowie die Fachschaftsräte sind sich einig, dass eine Einführung eines Verwaltungskostenbeitrags weder zu einer Verbesserung der Studienbedingungen, noch zu einer wesentlichen Entspannung der Haushaltslage der Universität beiträgt und lehnen daher eine Einführung von jedweden Gebühren zulasten der Studierendenschaft ab.“, so Benedict-Julian Weber, Vorsitzender des 64. AStA.

Die Auswertung der vom AStA durchgeführten Umfrage zu einem Verwaltungskostenbeitrag hat ergeben, dass 83,72% der Befragten nicht bereit wären, einen Verwaltungskostenbeitrag zu zahlen. Außerdem sagen 51,09% der Befragten Bachelorstudierenden, dass es sehr wahrscheinlich bis wahrscheinlich ist, dass sie aufgrund steigender Gebühren für ihren Master an eine andere Universität wechseln würden. “Wir hoffen, dass zumindest der Senat erkennt, dass die Einführung von Gebühren unvereinbar mit den Interessen der Studierendenschaft ist und somit auch mit denen der Universität.“, so Katharina Waller, Vorsitzende des AStA.

Mit der Einführung eines Verwaltungskostenbeitrags steigt der Semesterbeitrag um 50€. “Eine Steigerung von rund 22% ist schlicht nicht zu stemmen für Studierende mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze“, so Katharina Waller, Vorsitzende des AStA. Aber damit nicht genug: Wer dann noch die Regelstudienzeit um vier Semester überschreitet oder gar ein Zweitstudium beginnt, legt nochmal 400 € oben drauf. Als Studierende_r der Universität zahlt man dann schnell mal bis zu 700 € pro Semester für sein Studium. Damit verabschiedet sich unsere Universität von ihrem Leitbild, in dem es noch so schön heißt: Chancengleichheit und Gleichstellung sind dabei zugleich zentrales Anliegen und handlungsleitendes Prinzip für die Zukunft. „Falls die Gebühren wirklich eingeführt werden, sollte es in diesem dann wohl eher heißen: Sozial ungerechte Gebühren und zermürbender Leistungsdruck sind dabei zugleich zentrales Anliegen und handlungsleitendes Prinzip für die Zukunft.“, so die Vorsitzenden.

 

Daher ruft der 64. AStA der UdS zur Demonstration vor der nächsten Senatssitzung am 13.12. um 13 Uhr am Campus Center auf.

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