Der 64. AStA der Universität des Saarlandes begrüßt die Entscheidung des Präsidiums von Lang- und Zweitstudiumsgebühren abzusehen

von Katharina Waller

Der 64. AStA der Universität des Saarlandes begrüßt die Entscheidung des Präsidiums von Lang- und Zweitstudiumsgebühren abzusehen Nach der Präsidiumssitzung von Anfang Januar ist klar, dass das Präsidium zum aktuellen Zeitpunkt von Lang- und Zweitsstudiumsgebühren absieht. „Dies ist eine große Erleichterung für die Studierendenschaft der Universität und lässt uns kurz aufatmen“, so die Vorsitzenden. Das Land sichert der Universität immer wieder in Zukunft mehr Mittel zu. Nur auf Grundlage dieser Zusagen kann dauerhaft auf die Einführung von Lang- und Zweitstudiumsgebühren verzichtet werden. Der AStA hofft, dass das Land diesbezüglich Wort hält. „Wir erwarten vom Land nun endlich verbindliche finanzielle Zusagen für die Universität, damit die Zukunft der Universität auch ohne sozial unverträgliche Gebühren möglich ist“, so Katharina Waller. Wir fordern den Landtag des Saarlandes auf, die Möglichkeit der Lang- und Zweitstudiumsgebühren aus dem Gesetz zu streichen. Eine Regelung, die überhaupt nicht angewendet werden soll, jedoch Unsicherheit schafft, hat in einem Gesetz nichts zu suchen. „Seit Anfang der 2000er Jahren schwebt dieses Damoklesschwert über den Studierenden, dies muss ein Ende haben“ so Katharina Waller. „Die SPD, als Mitglied der Landesregierung, hat sich ausdrücklich gegen die Einführung dieser Gebühren ausgesprochen. Wir erwarten, dass dieser Aussage auch Taten folgen“, ergänzt Benedict-Julian Weber. Eine Einführung hätte für viele Studierenden eine Mehrbelastung von 400€ im Semester bedeutet. „So wären wir mit dem Semesterbeitrag und dem drohenden Verwaltungskostenbeitrag schnell auf 700€ gekommen“, so die Vorsitzenden. Der AStA hat schon zu Beginn der Diskussion um die Verwaltungsgebühren davor gewarnt, dass damit auch Lang- und Zweitstudiumsgebühren wieder zum Thema werden. Insbesondere die geplanten Langzeitstudiengebühren wären das Ende vom gleichberechtigten Zugang zur Bildung gewesen. Mehr als 60% der Studierenden gehen neben ihrem Studium noch arbeiten und die meisten davon tun dies, um sich ihr Studium zu finanzieren. „Neben dem Studium arbeiten zu müssen, um sich dieses zu finanzieren, bedeutet oft schlicht, dass das Studium nicht in Regelstudienzeit zu beenden ist“, so Katharina Waller, Vorsitzende des AStA.

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