Der AStA der Universität des Saarlandes veranstaltet ein Protest-Frühstück gegen Verwaltungsgebühren

von Benedict Weber

Der AStA der Universität des Saarlandes veranstaltet ein Protest-Frühstück gegen Verwaltungsgebühren

 

Die Landesregierung plant die Einführung einer Verwaltungsgebühr an den saarländischen Hochschulen. Am 24.10. geht das dazugehörige Gesetz in die erste Lesung. Deswegen veranstaltet der AStA der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit den ASten der HTW, der HfM und der HBK ein Frühstück vor dem Landtag des Saarlandes. Das „Protest-Frühstück“ wird am 24.10.2017 von 8 bis 13 Uhr stattfinden. Die Mitglieder des Landtages wurden zu diesem Frühstück eingeladen um über die Zukunft der Verwaltungsgebühr zu sprechen.

Der AStA der Universität des Saarlandes spricht sich entschlossen gegen die Schaffung eines Gesetzes zur Akquise von Gebühren bei den Studierenden aus. 


Die Universität des Saarlandes steht unter enormem finanziellen Druck. „Die zur Verfügung gestellten Mittel reichen nicht aus, um den Lehr- und Forschungsbetrieb in allen Fachbereichen auf einem hinnehmbaren Niveau zu halten.“, so die Vorsitzenden. Auch die Studienorganisation leidet, da Prüfungsämter nicht mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden können, um beispielsweise Portokosten zu finanzieren. Die digitale Infrastruktur der Universität ist veraltet und die meisten Gebäude bedürfen einer Sanierung. „Allein diese verkürzte Aufzählung macht deutlich: Die Universität des Saarlandes ist drastisch unterfinanziert!“, so Katharina Waller. Das Präsidium kann sich daher der Generierung von dringend benötigten Einnahmen kaum erwehren, sollte der Landtag den Weg für die Einführung von Gebühren frei machen. „Konkret bedeutet das: Wenn die geplante Grundlage im Gesetz für die Einführung beschlossen wird, muss die sozial schwächste Gruppe für die Unterfinanzierung der Universität geradestehen!“, so Benedict-Julian Weber.

„Die Einführung von Gebühren für das Studium sind ein Rückschritt im Bezug auf den gleichberechtigten Zugang zu Bildung.“, so die Vorsitzenden des 64. AStA.

Auch im Hinblick auf die sinkenden Studierendenzahlen an der Universität ist eine Verwaltungsgebühr das falsche Signal für potenzielle Studierende. Die Universität des Saarlandes ist ein Anreiz für junge Menschen, in das Saarland zu kommen oder auch für die akademische Ausbildung hierzubleiben. Neben dem Fächerangebot ist es für Studieninteressierte wichtig, welche Kosten für ein Studium auf sie zukommen und wie die soziale Infrastruktur vor Ort ist. Auch hier sieht der Allgemeine Studierendenausschuss Nachholbedarf im Saarland. Exemplarisch ist hier die desaströse Wohnheimquote des Saarlandes und die oben dargestellte deutliche Unterfinanzierung unserer Universität zu nennen. „Werden die Kosten für das Studium jetzt noch höher befürchten wir, dass die die Attraktivität unseres Standortes und die Studierendenzahlen weiter zurückgehen werden.“ so die Vorsitzenden. 

 

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