Unser Referat beschäftigt sich mit den Themen Barrierefreiheit und Neurodiversität an der Universität. Wir möchten ein Klima an der Universität etablieren, das Behinderung als eine natürliche Variante menschlicher Diversität versteht. Zu Behinderung zählen hierbei nicht nur Körperbehinderung bzw. Mobilitätseinschränkungen, sondern auch Sinnesbehinderungen, sämtliche körperlichen und psychischen chronischen Krankheiten, sowie Autismus, ADHS, Teilleistungsstörungen (z.B. Legasthenie und Dyskalkulie, etc.) usw.

Im Sinne eines sozialen und auf Menschenrechten basierten Modells von Behinderung sehen wir die Universität verpflichtet, den Bedürfnissen behinderter Studierender Rechnung zu tragen. Die Studierenden mit Behinderungen müssen sich hierbei nicht der Universität anpassen, sondern die Universität muss ihre Rahmenbedingungen so verändern, dass jeder bei uns chancengleich und barrierefrei studieren kann.

Wir verstehen Barrierefreiheit als allumfassendes „Design für alle“. Die Barrierefreiheit bezieht sich also natürlich nicht nur auf bauliche Barrieren, sondern es geht uns auch darum, dass Studierenden mit Beeinträchtigungen aller Art z.B. selbstverständlich Nachteilsausgleiche gewährt werden. Besonders wichtig ist somit unter anderem auch die Veränderung der Einstellungen und Werthaltungen von MitarbeiterInnen der Universität.

Ein Thema, welches uns sehr am Herzen liegt, ist die Bewusstseinsbildung zum Thema Behinderung aus einer menschenrechtlichen Perspektive. Behinderten Studierenden muss es möglich sein, ihr Studium an einem barriere – und diskriminierungsfreien Ort zu absolvieren. Dafür setzen wir uns ein. Beispielsweise mittels der Organisation verschiedener Veranstaltungen zum Thema, auch auch indem wir Studierende beim durchsetzen ihrer Rechte gegenüber der Universität beraten und wenn möglich unterstützen.

Du bist interessiert oder möchtest weitere Informationen?

In unseren Sprechstunden können Studierende und alle anderen Interessierten bei uns Informationen zu den Themen Barrierefreiheit, Neurodiversität und allen Themen, die damit zusammenhängen, bekommen. Wir möchten außerdem eine Anlaufstelle für Studierende sein, die an der Universität bzw. im Studium Barrieren und Diskriminierung erleben. Um unsere Sprechstunde nutzen zu können, müssen keinerlei Voraussetzungen vorliegen, jede und jeder (auch unabhängig davon, ob sich die jeweilige Person als behindert identifiziert oder nicht und natürlich auch unabhängig von dem Vorliegen einer konkreten Diagnose) ist herzlich willkommen!

Wir stehen mit verschiedenen anderen Institutionen innerhalb und außerhalb der Universität in Kontakt und werden Vorträge und andere Aktionen zu den Themen unseres Referats organisieren.

Weiterhin betreuen wir einen Arbeitskreis zum Thema Barrierefreiheit und Neurodiversität, zu dem alle interessierten Studierenden und Bediensteten herzlich willkommen sind. Üblicherweise trifft sich unser Arbeitskreis alle zwei Wochen. Die genauen Termine werden am
Anfang des Semesters hier zu finden sein.

I. Arbeitskreis Barrierefreiheit & Neurodiversität

In unserem Arbeitskreis zum Thema Barrierefreiheit und Neurodiversität sind alle interessierenden Studierenden und Bedienstete herzlich willkommen. Das Vorliegen einer Behinderung ist keine Voraussetzung. Notwendig ist nur das Interesse und die Bereitschaft, sich für die Menschenrechte behinderter Menschen einzusetzen und dabei auch möglicherweise eigene Vorurteile (die wir vermutlich alle in der ein oder anderen Weise haben)zu überwinden. Leitende Positionen sollen im Arbeitskreis jedoch getreu des Mottos der Behindertenbewegung „Nichts über uns ohne uns“ nur von Menschen eingenommen werden, die sich selbst als der Gruppe der Menschen mit Behinderungen zugehörig empfinden.

Es werden viele Themen diskutiert und verschiedene Aktionen organisiert. Ziel ist es, eine barriere- und diskriminierungsfreie Universität zu gestalten. Auch außerhalb der Uni ( in Verbänden, beim Landesamt ect.) gibt es Umstände, die unsere Rechte verletzen und somit unsere aktive Teilhabe in der Gesellschaft beeinträchtigen/ verhindern.

Wir wollen alle Menschen zum Thema Menschenrechte sensibilisieren und so mehr Bewusstsein schaffen.

Es handelt sich bei unserem Arbeitskreis nicht um eine klassische Selbsthilfegruppe, sondern um eine (politische) Selbst- und Interessensvertretung behinderter Menschen.

Und noch was Wichtiges: es besteht kein Zwang – jeder engagiert sich so viel wie er möchte und kann!!!

Bei Bedürfnissen hinsichtlich der barrierefreien Teilnahme am Arbeitskreis, an die wir noch nicht gedacht haben, bitten wir euch, uns zu kontaktieren. Es ist uns absolut wichtig, dass die Mitarbeit so barrierefrei wie möglich, stattfinden kann. Hierbei sind wir sehr offen für und froh über Vorschläge, um die Barrierefreiheit immer weiter zu erhöhen.

Üblicherweise trifft sich unser Arbeitskreis alle zwei Wochen. Die genauen Termine werden am Anfang des Semesters hier zu finden sein.
Bei Interesse bitte einfach Email an accessforall[at]asta.uni-saarland.de schreiben 🙂

Kontakt:

studienqualität@asta.uni-saarland.de

0681 – 302 4321