Pressemitteilung zur Wahl des neuen Vorsitzteams des 72. AStA

72. Studierendenparlament wählt neuen AStA-Vorsitz: Breites Bündnis setzt weiterhin die Arbeit für die Studierenden fort

In einer außerordentlichen Sitzung am 30. September 2026 hat das 72. Studierendenparlament (StuPa) einen neuen Vorsitz des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) gewählt. Die Doppelspitze des AStA bilden Arnika Henrich (Aktive Idealist*innen) und Hannah Wuillemet (Grüne Hochschulgruppe), die bereits zuvor Teil des Vorsitzteams waren.

Ergänzt wird die AStA-Spitze durch die stellvertretenden Vorsitzenden David Wagner (LiLi) und Eric Wildermuth (unabhängig). Die Koalition im Studierendenparlament besteht nach wie vor aus den Aktiven Idealist*innen, den JuSos, der GHG und dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS).

Der bisherige AStA-Vorsitzende Cedric Bender beendet seine Vorsitz-Tätigkeit und widmet sich ab sofort als Sonderbeauftragter der Etablierung der Landesstudierendenvertretung, in der die Studierendenschaften der öffentlichen Hochschulen des Saarlandes ihre Zusammenarbeit koordinieren und vertiefen.

Inhaltlich möchte der neue AStA-Vorsitz die Arbeit der bisherigen Amtszeit fortsetzen. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die Verbesserung der Chancengleichheit für Studierende, die Stärkung des studentischen Lebens auf dem Campus, Nachhaltigkeit, sowie die finanzielle Entlastung der Studierenden. Letzteres gewinnt angesichts der weiter steigenden Kosten besondere Bedeutung: Durch die erneute Erhöhung des Deutschlandsemestertickets hat der Semesterbeitrag inzwischen die Marke von 400 Euro überschritten und stellt für viele Studierende eine erhebliche Belastung dar.

Die neue AStA-Vorsitzende Hannah Wuillemet fasst insbesondere die Chancengleichheit für Studierende ins Auge:

„In meiner Amtszeit möchte ich mich besonders für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung einsetzen. Der Nachteilsausgleich ist keine Bevorzugung, sondern ein Beitrag zu Inklusion und Chancengleichheit. Er darf selbst nicht zum Nachteil werden, weder durch unverhältnismäßigen Aufwand bei der Antragstellung noch bei der Umsetzung, die bisher oft an den Betroffenen hängen bleibt. Derzeit wird an der Universität des Saarlandes jedoch nicht einheitlich darüber entschieden und beraten. Das wollen wir ändern: mit einem universitätsweit einheitlichen und transparenten Verfahren, Sensibilisierung von Dozierenden und mehr Bekanntheit für den Nachteilsausgleich. Barrierefreiheit ist nicht optional, sondern ein Recht.“

Auch Arnika Henrich blickt zuversichtlich auf die Amtszeit.

„Ich möchte Nachhaltigkeit in diesem Amtsjahr ganzheitlich denken. Dazu gehört für mich selbstverständlich der ökologische Wandel auf dem Campus, aber genauso die soziale Nachhaltigkeit: Studierende brauchen bezahlbare und gute Lebensbedingungen, um erfolgreich studieren zu können. Von nachhaltigen Mensakonzepten bis zur finanziellen Entlastung gibt es hier noch viel zu tun. Gleichzeitig möchten wir die Vernetzung der saarländischen Hochschulen stärken, damit wir Erfahrungen teilen, Projekte gemeinsam entwickeln und die Interessen der Studierenden noch wirkungsvoller vertreten können.“

Mit der Wiederwahl dreier Mitglieder des Vorsitzteams und der Beteiligung mehrerer Hochschulgruppen setzt der 72. AStA auch weiterhin auf Kontinuität, Zusammenarbeit und eine starke Vertretung der Interessen aller Studierenden.


auf dem Bild von links nach rechts: Arnika Henrich (AStA Vorsitz | Aktive Idealist*innen), David Wagner (stellv. AStA Vorsitz | Linke Liste), Hannah Wuillemet (AStA Vorsitz | Grüne Hochschulgruppe), Eric Wildermuth (stellv. AStA Vorsitz | unabhängig)

Foto: Anna Penner