AStA kämpft für Regenbogenflagge an der Uni

Der AStA hat als Reaktion an seinem Gebäude selbst die Flagge gehisst. Auch das Studentenwerk hisst aus Solidarität die Regenbogenflagge am Mensa-Gebäude.

Wie bereits im Jahr zuvor hatte der Allgemeine Studierendenausschuss sich vor dem Christopher Street Day SaarLorLux an den Präsidenten der Universität des Saarlandes mit der Bitte gewandt, die Regenbogenflagge als Zeichen der Diversität und Toleranz gegenüber Menschen, die nicht der heterosexuellen „Norm“ entsprechen, hissen zu lassen. Der Präsident lehnte dies jedoch – zum Verblüffen der Studierendenschaft – aus „Gründen der Gleichbehandlung und der Zurückhaltung gegenüber politischen Stellungnahmen“ ab. In der Vergangenheit war die Flagge jedoch gehisst worden.

„Die Regenbogenflagge ist ein eindeutiges Symbol der Toleranz und Akzeptanz. Es schockiert uns zutiefst, dass die Universität das Hissen der Flagge aus fadenscheinigen Gründen verweigert“, so der AStA-Vorsitzende Lukas Redemann. Darüber hinaus hatten auch andere staatliche Institutionen wie das Saarbrücker Rathaus die Regenbogenflagge gehisst. „Selbst das Staatstheater hat als staatliche Institution seine Fassade in den Regenbogenfarben erleuchten lassen“, betont die AStA-Vorsitzende Judith Bühler.

Deshalb haben die AStA-Vorsitzenden gemeinsam mit der Queer-Referentin Martha Dienel und unterstützt von weiteren studentischen Senatoren, der Gleichstellungsbeauftragten der Universität, Dr. Sybille Jung, und der Vorsitzenden des Beirats für Frauenfragen, Prof. Dr. Astrid Fellner, einen entsprechenden Antrag im Senat eingebracht. Dort fällt die Entscheidung am 10. Juli, ob von nun an die Regenbogenflagge vor dem Hauptgebäude der Universität gehisst wird. Auch eine Teilnahme der Universität am Christopher Street Day, wie etwa an der Universität zu Köln der Fall, soll laut den AStA-Vorsitzenden geprüft werden. Zuvor hatte sich bereits das Studierendenparlament in seiner 7. ordentlichen Sitzung für ein Hissen der Flagge ausgesprochen und das Präsidium scharf kritisiert.

„Unsere Universität ist vielfältig und sollte den Mut besitzen, sich solidarisch mit allen Menschen unterschiedlichster Couleur zu zeigen und so ein unmissverständliches Signal für Gleichberechtigung, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an unserer Universität und in der Gesellschaft im Großen senden“, fordert die Queer-Referentin des AStA, Martha Dienel.

Bereits an anderen Universitäten wird das Thema aktuell heiß diskutiert, so auch an der Universität Potsdam.

Dass es auch anders geht, zeigt zum Beispiel die Universität zu Köln.

Für Rückfragen und Interviews stehen wir selbstverständlich unter den u.a. Nummern zur Verfügung.

Kontakt

  • Lukas Redemann & Judith Bühler
    – AStA-Vorsitz Uni Saarland –
    Tel.: 017638973619

News

Kategorien

Archiv