Studierendenschaften und Verkehrsbetriebe finden Einigung beim Semesterticket

Die saarländischen Studierendenschaften und die Verkehrsbetriebe haben eine Einigung bei den Verhandlungen zum Semesterticket erreicht.

Das Semesterticket berechtigt Studierende, sämtlichen Bus- und Bahnverkehr im Saarland für aktuell noch 128€ pro Semester zu nutzen. Aufgrund der schwierigen Bussituation der letzten Semester waren die Studierendenvertreter_innen optimistisch in die Verhandlungen gestartet und konnten nun einen 5-Jahres-Vertrag mit den Verkehrsbetrieben erzielen, der noch zur Unterzeichnung aussteht. Erstmalig haben die Studierendenvertreter_innen unter der Verhandlungsführung der Vorsitzenden des Allgemeinen Studierendenausschusses der Universität (AStA), Judith Bühler, ein günstigeres Ticket verhandeln können: ab dem 1. Oktober 2019 zahlen Studierende nur noch 121€, verbunden mit einer jährlichen Steigerung von 3€. Die prozentuale Erhöhung liegt damit nur knapp über 2% und damit deutlich unter den Tarifsteigerungen, die in der Vergangenheit oftmals als Maßstab für die Verhandlungen angesetzt wurden. (Verhandelt wurden als Steigerung auf den Grundpreis von 119€: 2 Euro, 3 Euro, 3 Euro, 3 Euro und 3 Euro Steigerung für die kommenden 5 Jahre).

Einziger Wermutstropfen: die Bahnstrecke Saarhölzbach-Trier und zurück wird ab dem kommenden Wintersemester nicht mehr im Semesterticket enthalten sein. Grund dafür sind die Beschlüsse der Studierendenparlamente der vier saarländischen Hochschulen, die die für die Strecke veranschlagten 9€ pro Studi pro Semester nicht mehr zahlen wollen. Diese wären darüber hinaus auch mit einer Preissteigerung von durchschnittlich 2,5% pro Jahr einhergegangen. „Laut den Statistiken von Universität und Deutsche Bahn nutzen maximal 200 Studierende die Verbindung regelmäßig, tendenziell deutlich weniger. Aus Sicht der Parlamente rechtfertigt dies kein Solidarmodell zu einem solchen Preis“, so die AStA-Vorsitzende Judith Bühler. „Wir arbeiten dennoch mit Hochdruck daran, für die bereits eingeschriebenen Studierenden, die auf die Trier-Strecke angewiesen sind, eine Ausgleichsfinanzierung gemeinsam mit der Universitätsleitung aufzubauen.“

Auch die Entsendung von Judith Bühler als saarländische Vertreterin in das Verhandlungsteam zum landesweiten Semesterticket Rheinland-Pfalz (https://www.n-tv.de/regionales/rheinland-pfalz-und-saarland/Rheinland-Pfalz-weites-Semesterticket-koennte-50-Euro-kosten-article21016273.html), um sich für eine Erweiterung des Tickets um das Saarland einzusetzen, ist vielversprechend. Damit soll die Trier-Verbindung möglichst schnell wieder Teil des Semestertickets werden, jedoch dann mit dem gesamten Gebiet Rheinland-Pfalz. Dies wäre vor allem für Pendler_innen aus Kaiserslautern, aber auch in Hinblick auf das Drehkreuz Mannheim interessant, da Studierende dann erst ab Ludwigshafen ihr Ticket ziehen müssten.

Insgesamt zeigten sich die Studierendenschaften sehr zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis, bemängeln aber die anhaltenden Preissteigerungen, die weiterhin auf die Studierenden abgewälzt werden: „Würde die Politik das Semesterticket stärker subventionieren und die Tarifkostensteigerungen übernehmen, könnten wir über Jahre denselben Preis halten und würden die Studierenden finanziell deutlich entlasten“, bemängelt Elias Friedrich, AStA-Vorsitz der htw saar.

Für Rückfragen und Interviews stehen wir selbstverständlich unter den u.a. Nummern zur Verfügung.

Kontakt

  • Lukas Redemann & Judith Bühler
    – AStA-Vorsitz Uni Saarland –
    Tel.: 017638973619

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